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Großrückerswalde

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Rittergut Großrückerswalde

Im Jahr 1414 wird ein „Gut und Haus“ in Rückerswalde erstmals urkundlich als Besitz einer Familie Krahe erwähnt.

Die erste bildliche Darstellung eines burgähnlichen Gebäudes auf dem Großrückerswalder Pestbild von 1583 legt jedoch nahe, die Entstehung dieses Herrenhauses weiter zurückzudatieren. Im Zuge der Erschließung der Gegend waren im 12. Jahrhundert im Umkreis der Burg Wolkenstein mehrere Vorwerke entstanden, die der Versorgung des neuen Herrschaftssitzes der Herren von Waldenburg dienten, und vermutlich war dies auch der Ursprung des Rittergutes in Rückerswalde.

1541 ging Rückerswalde aus den Händen der Familie Krahe in den Besitz der Herren von Berbisdorf(f) über, denen mehrere Hammerwerke im Preßnitztal und in der Umgebung gehörten, unter anderem in Niederschmiedeberg, Ober- und Mittelschmiedeberg und Schmalzgrube. 1744 erwarb Friedrich Ludwig Graf von Solms-Wildenfels und Tecklenburg das Rittergut Rückerswalde zusammen mit den dazugehörenden Gütern Niederschmiedeberg und Kühnhaide. Er war Geheimer Rat und russischer Gesandter am sächsischen Hof in Dresden und ab 1745 Landeshauptmann des Erzgebirgischen Kreises. Er besaß mehrere sächsische Güter. Rückerswalde war für ihn ein privater Rückzugsort, an dem er die nötige Ruhe fand, um seine Übersetzung der Oden des Horaz fertigzustellen, die er bereits in jungen Jahren begonnen hatte. Die letzte adlige Besitzerin des Rittergutes war Valeska von Wöhrmann, geborene Gräfin zu Solms und Tecklenburg aus der Sachsenfelder Seitenlinie der Familie und geschiedene Freifrau von Hanstein.

Ursprünglich war das Herrenhaus des Rittergutes wesentlich größer als heute. Unter Andreas von Berbisdorf und dem Grafen von Solms-Wildenfels hatte das Gutshaus bedeutende Erweiterungen und Umgestaltungen erfahren. Vor dem großen Brand im Jahr 1810 existierte noch ein weiterer westlicher Gebäudeflügel. Zu dem Anwesen gehörten außerdem Stallungen (auf dem Gelände der heutigen Oberschule), ein Gondelteich, eine Brauerei mit Gastwirtschaft, eine Hofschmiede und eine Hofbäckerei.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Rittergut von der Gemeinde noch einige Zeit lang eine Schulküche betrieben. Später übernahmen die Bäuerliche Handelsgenossenschaft und schließlich die LPG das Gebäude, die es zu einem Getreidespeicher umfunktionierte. Der bereits vor der Wende einsetzende Verfall wurde erst mit der Übernahme durch die Rehabilitationseinrichtung für drogenabhängige Jugendliche „Alte Flugschule“ beendet, die das Gebäude bis heute nutzt.

Gemeindeverwaltung Großrückerswalde

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