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Streckewalde
Ansicht Streckewalde früher
Ansicht Streckewalde früher

Streckewalde gehört zu den ältesten Dorfgründungen des ehemaligen Herrschaftsbereiches der Waldenburger auf Wolkenstein und wird 1241 erstmals erwähnt. Das Flurbild zeigt eine einseitige Waldhufenanlage. Ursprünglich befanden sich auf fünf Hufen zehn bis elf Bauerngüter. Wie die umliegenden gleichaltrigen Dörfer gehörte es zum Besitz des Klosters Buch bei Leisnig, gelangte aber nach einer Fehde zwischen den Grundherren nach 1281, wo es schwer verwüstet wurde, wieder an die Waldenburger Grundherren auf Wolkenstein. Um 1500 wird die Familie Krahe als Besitzerin des Dorfes und Erblehngutes Streckewalde angegeben. Spätere Jahre brachten einen raschen Wechsel der Besitzer, unter ihnen auch die Hammerwerksbesitzerfamilie von Berbisdorf.

Streckewalde, das keine Kirche besitzt, bekam erst 1874 einen eigenen Friedhof. Der Name "Leichenweg", ein Verbindungsweg zur alten Eisenstraße nach Mildenau erinnert daran, daß es in kirchlicher Hinsicht zu Mildenau gehörte und infolgedessen die Toten ehemals in Mildenau bestattet werden mußten.
Auch Bergbau auf Silber- und Eisenerze wurde in Streckewalde betrieben. 1600 wird erstmals die Silbergrube "Auferstehung Christi" am Scheidebach genannt. Von 1675 bis 1748 sind weitere 13 Gruben aufgeführt. In der Finsterau gab es eine Poch- und Silberwäsche zur Verarbeitung der ausgebrachten Erze. Im allgemeinen erwies sich der Bergbau als wenig ergiebig und wurde eingestellt. Neue Gewerbe zogen ins Preßnitztal ein. Erfolgten um 1860 der Bau von Flachsspinnereien und Flachsschwingereien, wurden diese bereits wenige Jahre später zu Holzschleifereien und Pappenfabriken umgerüstet. Wasserkraft und Holz boten dafür die idealen Voraussetzungen. Mit dem Anschluß an die Bahnstrecke Wolkenstein - Jöhstadt 1892 wurde diese Entwicklung begünstigt.

Streckewalde Geschichte
Haltepunkt Streckewalde
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