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Bergbaulehrpfad Niederschmiedeberg

Dieter Schönherr hat den Bergbaulehrpfad inititiert.

Der Bergmann und der Eisengießer gaben Niederschmiedeberg einst seinen Namen. Die beiden Figuren sind Teil des Bergbaulehrpfades, der durch den Ort führt. Seit dem 16. Jahrhundert sind in Niederschmiedeberg Eisenerz und Magnetit gefördert und verarbeitet worden.


Stumme Zeitzeugen dieser reichen Tradition sind immer noch in Niederschmiedeberg zu entdecken. Dieter Schönherr weiß ganz genau, wo sie sich befinden. Er hat sie zu einem Bergbaulehrpfad zusammengefügt. Bergbauinteressenten führt er gern den Pfad entlang. Nicht jeder Station ist seine Vergangenheit anzusehen. Manche liegen so versteckt, dass sie nur der Ortskundige findet. Die einst reiche „Zeche Emilie“ ist eine davon. Das ehemalige Zinnhaus und das Zechenhaus stehen heute noch. Mit ihrer Geschichte und mit den Geschichten ist Dieter Schönherr vertraut. Nächster Zwischenstopp sind die bereits angesprochenen Figuren des Bergmanns und des Eisengießers. Sie befinden sich gegenüber dem großen Spielplatz, auf dem sich die kleinen Bergbaufreunde austoben können. Klettern, Balancieren und Kriechen erinnern dabei an den einst so schweren Arbeitsalltag der Bergleute in den engen Stolln unter Tage. Unweit davon führt eine Treppe zum Herzstück des Bergbaulehrpfades. Oben angekommen fällt der Blick auf ein aus mehreren Elementen bestehendes Ensemble. Ganz links steht ein alter Hunt aus der Wismutzeit. Die hat der Bergmann selbst noch erlebt. Damals wurde auch in Niederschmiedeberg nach Uran gesucht, ohne fündig zu werden. Auf dem Hund befinden sich in Beton gegossen verschiedene Mineralien aus der Region. Amethyste gehören dazu, verschiedene Quarze, Bergkristalle, Glaskopf, Eisenerz, Magnetit und Zinkblende ebenso. Wer genau hinschaut findet auch den kleinen Pin, mit dem die Mineralien auf ihren Magnetismus hin untersucht werden können. Neben dem Hunt steht ein über 100 Jahre alter Amboss samt Hämmer, Zangen und Trennkeile. Damit nimmt Dieter Schönherr erneut Bezug auf das Niederschmiedeberger Ortswappen. Im 16. Jahrhundert wechselte der Ort binnen weniger Jahre gleich dreimal seinen Namen. Aus Niederhammer wurde Schmiedewerck und schließlich Niederschmiedeberg. In einem Zeitungsartikel, der sich neben dem Amboss befindet, kann jeder die Geschichte im Detail nachlesen. Schmelzöfen gehörten einst dazu. Früher befand sich einer etwa 100 Meter von hier entfernt am anderen Ufer der Preßnitz. Deshalb hat Dieter Schönherr ein fast zwei Meter hohes Modell eines Schmelzofens gebaut. Während der Führungen glüht er im Inneren rot und Rauch steigt aus ihm auf. Einen Überblick über die Eisenhütten in Sachsen kann sich der Wanderer auf einer kolorierten Kunstkarte verschaffen. Dort sind auch die  Zuschlagstoffe für die Eisenverarbeitung in Auslagen angeordnet. Das auf der anderen Straßenseite befindliche Wohnhaus birgt gleich mehrere Überraschungen. Der kleine Berggeist im symbolischen Mundloch ist nur eine davon. Sonntags erklingt immer um 17 Uhr das Häuerglöckchen im Turm auf der Garage. Dann beginnt auch der Schmelzofen gegenüber zu rauchen und zu glühen. Den Grund für sein Engagement hat der 70-Jährige rasch erklärt: „Ich bin Bergmann, und ich möchte, dass die Traditionen unserer Heimat nicht in Vergessenheit geraten“, macht er deutlich. Wer sich auf einer Führung von ihm umfassender von der Niederschmiedeberger Geschichte faszinieren lassen möchte, kann unter Tel. 03735 90910 einen Termin mit Dieter Schönherr vereinbaren.

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